Der Eschenbach in Unterinn

Wasserkraft aus dem Wolfsgrubner See. Mühlen und altes Handwerk auf dem Ritten

 

  • kein Nachdruck
  • EUR 25,00
  • ISBN 978-3-7066-2364-3
  • 160 Seiten,
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Ein vom Wolfsgrubner See gespeister Mühlbach lieferte einst die Wasserkraft für 25 Betriebe – Mühlen, eine Wagnerwerkstatt, Sägen, eine Walkerei, Schmieden, Stampfen usw. – bis hinunter zur Eisackschlucht. Die Anlagen sind überall noch greifbar, teilweise noch gut erhalten. Einige sollen wieder in Stand gesetzt werden: ganz oben am Bachbeginn die Oberstmüller Säge und die Vorhauser… Mehr

Ein vom Wolfsgrubner See gespeister Mühlbach lieferte einst die Wasserkraft für 25 Betriebe – Mühlen, eine Wagnerwerkstatt, Sägen, eine Walkerei, Schmieden, Stampfen usw. – bis hinunter zur Eisackschlucht. Die Anlagen sind überall noch greifbar, teilweise noch gut erhalten. Einige sollen wieder in Stand gesetzt werden: ganz oben am Bachbeginn die Oberstmüller Säge und die Vorhauser und Sacker Mühle am unteren Ende des Eschenbaches. Auch die Anlage eines Wanderweges entlang den Mühlen soll neuerlich überlegt werden.


Der Ritten, eine hügelige Hochfläche zwischen Eisack- und Talferschlucht, dem Rittner Horn und der Stadt Bozen ist ein uraltes Siedlungs- und Durchzugsgebiet. Zu den zahlreichen Versuchen, die schluchtartigen und also unwegsamen Flusstäler zu umgehen, zählt auch der sogenannte „Kaiserweg“ über Rentsch, Signat, Unterinn, Lengmoos, Klobenstein, Lengstein und weiter bis Kollmann. Gasthäuser, große Bauernhöfe, die verschiedensten Werkstätten, Hospize, Ansitze, Burgen, Kirchen … vielfältig sind die Geräte, die Bau- und Siedlungsformen. Dazu kommen die Einrichtungen für den Reise- und Frachtverkehr. Was sich erhalten hat, was verloren gegangen ist, wird hier dargestellt, ebenfalls die Weiterentwicklung, die Fülle der wirtschaftlichen Verbindungen zu den umliegenden Gebieten.


Diese Untersuchung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Eschenbach in Unterinn. Das ganze Umfeld dieses Mühlentales, dieses „Industriewassers“ wird zum Thema gemacht: Archäologie, Geologie, die Landschaft und Wirtschaft im Laufe der Jahreszeiten, Künstler, Unternehmer, Alteingesessene und Neubürger.


Der 82-jährige Wagnermeister und Müller Alois Niederstätter hat die alte Mühle und die Oberstmüller Säge erneuert und für das Wagnerhandwerk einen Schauraum eingerichtet.
Ähnliches plant die Nachbarin Marianne Mur, die Tochter vom letzten „Schmied am Stein“. Die aufgelassene Werkstatt mit der beeindruckende Fülle an selbstgefertigten Werkzeugen – „hightech“ früherer Zeiten – soll der Nachwelt erhalten bleiben.


Das 160 Seiten umfassende Buch enthält mehr als 25 Fachbeiträge oder erzählende Darstellungen, über 150 Farbbilder und alte Schwarzweiß-Fotos. Es wurde 2003, anlässlich der Eröffnung der „neuen“ alten Mühle des Alois Niederstätter, vorgestellt. Die technischen Zeichnungen und Erklärungen stellte Geometer Hans Glaser als fachkundiger Berater zur Verfügung. Er hat mit seinem Buch „Hölzerne Fahrzeuge auf holprigen Wegen“ (erschienen im Eigenverlag 1995) wichtige Anregungen gegeben. Die verbindenden Texte stammen von Hans Wielander.