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Janina
BEITRAGSAUTORIN: Janina | KATEGORIE: Garten & Balkon | 26.01.2024

Gut geplant ist halb geerntet: Jetzt den Grundstein für die Gemüsesaison legen

Januar und Februar mögen sich kalt und frostig anfühlen, aber erfahrene Gärtner*innen wissen, dass diese Monate voller Möglichkeiten stecken. Es ist die Zeit, um sich mit Vorfreude auf die wärmeren Monate vorzubereiten und bereits die ersten Pflanzen vorzuziehen. Keine Sorge, wir lassen dich bei deinem Vorhaben nicht allein. Hier erfährst du, was jetzt alles zu tun ist und welche Pflanzen du bereits jetzt vorziehen kannst, damit dem perfekten Start in eine ertragreiche und bunte Gemüse-Saison nichts mehr im Wege steht. Egal ob auf dem Balkon, im Garten oder sogar auf dem Fensterbrett: Dieses Jahr gibt es Gemüse in Hülle und Fülle!

Inhalt:
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Ein (Rück)Blick auf das Saisongemüse
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Mit voller Power in die Gemüsesaison
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Hallo Nachbar - Bewährte Mischkulturen
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Hände in die Erde: Vorkultur im Januar und Februar

Dich juckt es schon in den Fingerspitzen und du kannst es kaum mehr abwarten, bis die Tage wieder länger sind, die Sonnenstrahlen sich wärmend auf die Haut legen und die Natur wieder in voller Pracht erstrahlt? Dann geht es dir gleich wie uns. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude und wenn es jetzt schon etwas zu tun gibt, um den Start in die Anbau- und Erntesaison zu ebnen, wirkt der Weg bis zu den lauen Sommernächten nicht mehr all zu weit.

Ein (Rück)Blick auf das Saisongemüse

Jetzt wird nicht nur vorbeireitet, sondern auch geerntet – zumindest für diejenigen, die im Sommer und Herbst vorgesorgt haben. Der eigene Garten kann jetzt mit frischem Gemüse aufwarten. Doch Vorsicht ist geboten: Wähle für die Ernte von Saisongemüse frostfreie Tage aus, besonders wenn nur Teile der Pflanze geerntet werden. Frost kann zusätzlichen Stress verursachen und die Pflanze gefährden.

Im Gemüsebeet warten Champignons, Grünkohl, Pastinaken, Lauch, Radicchio, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Steckrüben, Topinambur und Wirsing darauf, geerntet und in köstliche Gerichte verwandelt zu werden.

Mit voller Power in die Gemüsesaison

Auch wenn du jetzt am liebsten sofort in die neue Saison starten würdest, braucht es auch beim Gärtnern etwas Planung. Egal, ob du gerade die ersten Gehversuche in Richtung eigene Gemüseernte wagst, oder bereits voll im Game bist: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um es sich drinnen gemütlich zu machen und sich gedanklich schon in die Erntesaison zu versetzten. Was soll angebaut werde? Welche Sorten passen gemeinsam ins Beet? Wie sollen die Beete aussehen?

Gemüse
Gemüse in Hülle und Fülle! Foto: © Löwenzahn Verlag / Fabian Weiss

Hallo Nachbar – bewährte Mischkulturen

Hierbei ist vor allem die Frage, nach der Verträglichkeit von Pflanzen und Gemüse eine leitende. Bestimmte Mischkulturen haben sich bewährt und erfreuen sich jedes Jahr aufs Neue großer Beliebtheit:

Tabelle
Quelle: Anna Meincke in „Stadtgemüse“

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Hände in die Erde: Vorkultur im Januar und Februar

Die Planung ist größtenteils abgeschlossen, du weißt, was du dieses Jahr ernten, wie du die Beete aufteilen möchtest und willst jetzt endlich anfangen. Dann haben wir gute Nachrichten: Einige Pflanzen können – oder müssen sogar – jetzt schon vorgezogen werden, damit sie genügend Zeit haben, um sich in den wärmeren Monaten draußen zu entfalten. Solltest du also Auberginen, Chillies oder Süßkartoffeln ernten wollen, kannst du damit bereits Ende Januar und im Februar beginnen.

 AUBERGINE/MELANZANI Solanum melongena

Auberginen bevorzugen einen sehr sonnigen, warmen und windgeschützten Standort mit gut gedüngtem Gartenboden. Die Kulturführung entspricht der von Paprika. Das Liebesbedürfnis ist hoch; regelmäßige Bewässerung und Schutz vor Kälte sind essenziell. Von Juli bis Oktober sind die Auberginen genussreif.

Anzucht:

  • Auberginensamen keimen zuverlässig im nährstoffarmen Substrat.
  • Empfohlene Gefäße: kleine Töpfe oder Aussaatschale.
  • Samen dünn mit Substrat bedecken.
  • Keimdauer: 2 bis 4 Wochen bei konstanten 20 bis 25 °C.
  • Wachstum fördern: Warm und hell aufstellen.
  • Bis zum Aussetzen fühlen sich die Pflänzchen an einem etwas kühleren Ort in der Wohnung wohl.

Aussetzen:

  • Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, Jungpflanzen aussetzen.
  • Sonniger Standort, unkrautfreies Beet, lockerer Boden sind ideal.
Aubergine
So schön blüht die Aubergine. Foto © Löwenzahn Verlag / Fabian Weiss

CHILI Capsicum frutescens

Bei allen, die es gerne scharf mögen, dürfen Chilis auf keinen Fall fehlen. Chilis sind beliebte Sonnenanbeter im heimischen Garten und auf dem Balkon. Es gibt verschiedenste Sorten, von süß bis scharf. Sie eignen sich gut für die Kultivierung in größeren Töpfen und sind daher ideal für den Einstieg ins Balkongärtnern.

Anzucht:

  • Zwei bis drei pro Anzuchttöpfchen, mit Erde bedecken und warm stellen.
  • Keimtemperatur: Ca. 25 °C oder mehr, idealerweise in einem Zimmergewächshaus.
  • Keimdauer: Ca. 2 Wochen.
  • Bis zum Aussetzen fühlen sich die Pflänzchen an einem ca. 20 °C warmen Ort in der Wohnung wohl.

Aussetzen:

  • Nach den letzten Frösten, meist Mitte Mai, ins Freiland oder größere Töpfe umsetzen.
Chili
Feurig scharf! Foto: © Löwenzahn Verlag / Andrea Heistinger

SÜSSKARTOFFEL Ipomoea batatas

Die Süßkartoffel, obwohl “Kartoffel” genannt, ist keine echte Kartoffel und gehört zu den Prunkwinden. Sie hat einen süßlichen Geschmack und erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit.

Anzucht:

  • Süßkartoffelknolle zur Hälfte in ein Wasserglas stecken.
  • Nach 2–3 Wochen entwickelt sie erste Wurzeln und nach weiteren 2–3 Wochen Blatttriebe.
  • Wechsle während dieser Zeit wöchentlich das Wasser.
  • Sobald sich Blatttriebe bilden, erhöhe den Wasserstand, damit die Triebe Wurzeln bilden.

Aussetzen:

  • Nach draußen können die Jungpflanzen ab Ende Mai an einen warmen, sonnigen Standort gepflanzt werden.
  • Die Süßkartoffel bedeckt den Boden schnell mit vielen Blättern, hält ihn feucht und gedeiht auch in Pflanzgefäßen.
Süßkartoffel
Foto: iStock.com/piyaset

Auf die Beete, fertig, los!

Wenn du diese Tipps beachtest, gut planst und schon langsam mit der Anzucht bestimmter Sorten beginnst, steht einem erfolgreichen Start in die Erntesaison nichts mehr im Weg.

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