Kräuter auf einem Tisch
KATEGORIE: Natürlich & nachhaltig leben | 18.08.2016

Kräuter sammeln und verarbeiten: Die besten Tipps für selbstgemachte Tees!

Wusstet ihr, was Kräuter alles können? Ob als Hausmittelchen bei Krankheiten, im Badezimmerschränkchen, in der Küche oder in Haus und Garten: Die Möglichkeiten der Kräuteranwendungen sind unglaublich vielfältig.

Inhalt
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Die verbreitetste Form, Kräuter zu sich zu nehmen, ist der Tee.
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Rezepttipp

Zum Beispiel können sie Kopfschmerzen lindern, Insekten fernhalten, die Stimmung heben, einer Mahlzeit den letzten Pfiff verleihen, gegen Heuschnupfen helfen, den Teint erfrischen, das Lächeln strahlen lassen, Schnaps besonders machen, als Limonadenzutat herrlich erfrischen und in Aufstrichen eine Jause zum kulinarischen Highlight aufwerten.
Irene Hager, Alice Hönigschmid und Astrid Schönweger haben unzählige Kräuterfrauen besucht und überliefertes Wissen über Anwendungsmöglichkeiten der Kräuter des Alpenraums in ihrem neuen Buch „Die Kraft der Kräuter nutzen“ gesammelt. Apothekerin Zita Marsoner Staffler hat die 350 Rezepte und Tipps für Wohlbefinden, Schönheit, Küche, Haus und Garten geprüft.

Die verbreitetste Form, Kräuter zu sich zu nehmen, ist der Tee.

Er wird zumindest täglich frisch zubereitet und schlückchenweise warm getrunken. Ob ein Kräuter-Tee gesüßt oder ungesüßt genossen werden soll, darüber gehen die Meinungen auseinander. Man kann ihn jedenfalls mit Honig süßen, was vor allem bei Husten noch eine zusätzliche Heilwirkung hat.

***Grundrezept****

In eine Teekanne gibt man etwa 1 gehäuften TL Kräuter pro Tasse.

Eine Tasse fasst zwischen 200 ml und 250 ml. Bei kleineren Tassen braucht man weniger und bei größeren Tassen entsprechend mehr Kräuter.

Aus: „Die Kraft der Kräuter nutzen“ von Irene Hager, Alice Hönigschmid und Astrid Schönweger. Foto: Alice Hönigschmid

Dann wird kochendes Wasser in die Kanne gegossen.
Der Tee muss etwa 10 Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen, bei manchen Kräutern auch länger.
Den Tee kann man jetzt in die Tasse abseihen.
In kleinen Schlückchen trinken.
Bei manchen Kräutern empfiehlt sich eine Abkochung, wobei das Kraut im Wasser mitgekocht wird, oder ein Kaltansatz, wobei das Kraut über Nacht im kalten Wasser ausgezogen wird.

Tipp: Heil-Tees haben eine gesundheitliche Wirkung auf unseren Körper und sollten in der Regel nicht länger als 4 Wochen verwendet werden. Nach einer Pause von 1–2 Wochen kann die Kur dann für weitere 4 Wochen fortgesetzt werden. Kräuter sollten innerhalb eines Jahres aufgebraucht sein, denn sie verlieren mit der Zeit wertvolle Inhaltsstoffe und ihren Geschmack.
Sollten nach einem Jahr immer noch Kräuter vom vorigen Jahr vorhanden sein, können diese für ein Kräuterbad verwendet werden. Einfach 1–2 Handvoll in einen alten Strumpf geben, zuknöpfen und mit in die warme Badewanne nehmen!

FRISCHE ODER GETROCKNETE KRÄUTER?

Das Aroma frischer Kräuter ist durch nichts zu ersetzen. Sie haben das Maximum an Inhaltsstoffen, Mineralien und Vitaminen. Getrocknete Kräuter haben den Vorteil, dass man sie bei Kräuterbäuerinnen und Kräuterbauern kaufen und die Tees übers ganze Jahr verwenden kann. Wer jedoch frische Kräuter zur Verfügung hat, sollte sie vorziehen, aber dabei mindestens die doppelte Menge Kräuter pro Tasse verwenden, als man dafür getrocknete Kräuter benötigen würde

Aus: „Die Kraft der Kräuter nutzen“ von Irene Hager, Alice Hönigschmid und Astrid Schönweger. Foto: Alice Hönigschmid

DAS TROCKNEN UND AUFBEWAHREN DER KRÄUTER

Selbst gesammelte Kräuter werden am besten für ein paar Tage – kommt auf das Wetter an – auf Sieben oder Zeitungspapier an einer luftigen, schattigen Stelle getrocknet. Sie können jedoch auch auf die Dörre bei Stufe 1 gegeben werden, dann braucht es nur eine Nacht dafür. Die Kräuter sind trocken, wenn sie beim Anfassen „knistern“. Um sicher zu sein, dass die getrockneten Kräuter keine Insekten beinhalten, können sie luftdicht verpackt für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe gegeben werden. Die getrockneten Kräuter sind am besten in einer Papiertüte, einem dunklen Glasgefäß oder einer Teedose aufzubewahren.

KRÄUTER SELBST SAMMELN

Kräuter selbst zu sammeln ist natürlich eine wunderbare Sache. Manche Kräuterfrauen sind der Überzeugung, dass dies die beste Einstimmung für die Seele ist, damit die Kräutlein auch dem Leib guttun. Manche sammeln Kräuter in der Natur, andere haben einen Garten, wo das eine oder andere von alleine wächst oder angebaut wird. Wichtig ist die richtige Erntezeit:

  • So sollen Blüten immer zu Beginn der Blütezeit geerntet werden,
  • Blätter in der Mitte der Blütephase,
  • Früchte zum Reifezeitpunkt und
  • Wurzeln entweder im Frühjahr oder im Herbst, jeweils vor und nach der Keimzeit.
  • Kräuter sollen immer bei trockenem Wetter gesammelt werden. Am besten wäre es, wenn es auch am Vortag nicht geregnet hat. Blätter und Blüten sollten am späten Vormittag gesammelt werden, wenn der Tau getrocknet ist und die ersten Sonnenstrahlen die Pflanzen erreicht haben.

Achtung: Nur sammeln, was bekannt ist! Es gibt tatsächlich einige sehr giftige Pflanzen in unseren Breitengraden. Anfänger/innen sollten sich unbedingt den Rat einer fachkundigen Kräuterfrau einholen. Beschreibungen und Abbildungen in einem Buch oder im Internet reichen nicht aus, um eine Pflanze genügend zu kennen. Wer sich nicht sicher ist, sollte lieber bei Kräuterbauern, Apotheken und Reformhäusern das betreffende Kraut beziehen.
Es sollte der Grundsatz gelten: Nur so viel sammeln, wie man das Jahr über braucht – und das ist nicht so viel.

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Rezepttipp: 

Frühstücks-Tee
(von Kräuterfrau Rita Frener selbst entwickelt)

30 g getrocknete Pfefferminze
20 g getrocknete Himbeerblätter
10 g getrockneter Quendel
10 g getrocknete Rosenblüten

  • 1 TL der Mischung in eine Tasse geben
  • mit kochendem Wasser übergießen
  • 10 Minuten ziehen lassen
Der Frühstücks-Tee ist ein angenehm erfrischender Tee, der in der Früh Körper und Seele guttut. Foto: Alice Hönigschmid

Heilkräuter sind einfach wahre Alleskönner. Wenn du jetzt Lust bekommen hast, die Kraft der Kräuter vielseitig zu nutzen und auf natürliche Weise Wohlbefinden und Genuss im Alltag zu steigern, findest du 350 Rezepte sowie zahlreiche Tipps und Tricks im Buch „Die Kraft der Kräuter nutzen“ von  Irene Hager, Alice Hönigschmid und Astrid Schönweger.

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