Kind mit verschiedenen Blechkuchenstücken
BEITRAGSAUTORIN: Christina Kindl-Eisank | KATEGORIE: Backen & Kochen | 23.11.2016

Einladung zur Blechkuchenparty: das perfekte Kinderprogramm für kalte Nachmittage!

Kinder lieben Kuchen! Und noch mehr Freude macht das Vernaschen, wenn die Kleinen selbst zu BäckerInnen werden. Also, warum nicht die Nachbarskinder spontan zu einer Blechkuchenparty einladen, wenn es draußen einmal nicht so schön ist und dicke Regen- oder Schneeflocken an das Fenster klopfen? Die Einladung für die Party können die Kinder selbst gestalten, so wie Anne es für uns gemacht hat (siehe Bild). Die Zeit vergeht dabei wie im Flug, jede Menge Spaß, leuchtende Kinderaugen und duftende Küchen sind vorprogrammiert!

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Anne hat für uns diese hübsche Einladungskarte gezeichnet.

Backen und selber verzieren: Da werden Kinder-Träume wahr!

Wenn das Wetter für Aktivitäten vor der Tür nicht mitspielt, braucht es eine schöne Beschäftigung für die Kinder im Haus. Das Ergebnis eines fröhlichen Backnachmittags sind zufriedene Schleckermäuler, die zur Belohnung ihr selbst gebackenes Stück Kuchen aufessen können. Die Vorteile von Blechkuchen liegen auf der Hand: Ein Blech hat man immer zuhause, die Backzeit ist im Gegensatz zu Kuchen und Torten wesentlich kürzer, und da Blechkuchen alles andere als kompliziert in der Herstellung sind, können Kinder beim Backen die Regie übernehmen.

Steppdeckenschnitten – da werden Kinderträume wahr. Foto: Peter Felbert.

Heidi Huber ist Mama von fünf Kindern und hat mit ihrer Tochter Christina „Kuchenglück vom Blech“ geschrieben. Sie weiß, wie praktisch es ist, wenn man aus dem Stegreif mit den Jüngsten etwas backen kann. Deshalb kommen sehr viele Blechkuchenrezepte mit nur wenigen Zutaten aus, die man sowieso immer zuhause hat. Außerdem sind die Möglichkeiten, Kuchenteige und Füllungen zu kombinieren, schier unendlich. Da ist für alle Kids was dabei.

Vor dir ist bald kein Brotkrümel mehr sicher!
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Schmetterlinge, Hasen und Co.: Blechkuchen verzieren ist lustig.

Blechkuchen lassen sich ganz leicht portionieren. Ein einfacher Grundteig wie ein Biskuit- oder ein Schokoladekuchenteig kann anschließend beliebig von den Kindern dekoriert werden. Denn besonders das Teigkneten und das Verzieren ihres eigenen kleinen Törtchens fördert Kreativität, Teamwork und Geschicklichkeit. Dafür eignen sich zum Beispiel bunte Obststücke, Streusel oder Schokolinsen. Nebenbei lernen die Kleinen noch ganz spielerisch den Umgang mit frischen Backzutaten. Wenn dann alles ratzfatz verputzt ist, bleibt die Erinnerung an den herrlichen Duft des Kuchens und den Spaß, den alle bei der Zubereitung hatten.

Blechkuchenrezepte für alle Geschmäcker und für jede Saison

Neben Grundrezepten für Teige und Cremes liefert das kreative Mutter-Tochter-Gespann in „Kuchenglück vom Blech“ eine große Vielfalt an Backideen, die das ganze Jahr für Genuss sorgen. Da gibt es das perfekte Rezept für herrlich flaumige Biskuitrouladen mit Marillenmarmelade ebenso wie einen schokoladigen Schneewittchenkuchen, der himmlische Genüsse verspricht. Sesam-, Müsli- oder Cranberryriegel vom Blech sind ein gesunder Snack zwischendurch oder eine beliebte kraftspendende Jause für Schleckermäuler. Da man weiß, dass nur wertvolle Zutaten in die Riegel kommen, kann man diese kleinen und großen Kindern guten Gewissens zum Schifahren, Schwimmen oder zur nachmittäglichen Schuljause mitgeben. Beim Stöbern in überlieferten Aufzeichnungen ihrer Großmütter haben die beiden Autorinnen außerdem Blechkuchenrezepte entdeckt, die sich seit Jahrzehnten bewähren und diese auch in ihr Backbuch aufgenommen. Denn nichts geht über den Duft, der uns in Omas Küche empfängt, wenn wir zu Besuch kommen. Da schwelgt man gern in Erinnerungen an ausgelassene Nachmittage im Garten oder rund um den Küchentisch.

Vorbereitungen für die Kuchenparty. Mit den Blechkuchenrezepten von Heidi und Christina Huber ist das ein Leichtes. Foto: Peter Felbert.

Saisonal kommt auf den Kuchen, was am Baum gerade reif ist, denn es ist einfach wunderbar, gemeinsam mit den Kindern frische Früchte selbst zu ernten, auf einem Wochenmarkt oder beim Bauern einzukaufen: Kirschkuchen im Juli, Birnen-Mohn-Kuchen im Oktober oder ein bisschen exotischer und passend zur kälter werdenden Jahreszeit Mandarinenkuchen im November. Denn der Nikolaus bringt in seinem Sack oft viele orange Früchte mit, die man dann gleich herrlich auf einen Kuchen packen kann:

 


Mandarinenkuchen

Zutaten:
4 Eier
200 g Zucker
125 ml neutrales Öl
250 g glattes Mehl
1/2 Pkg. Backpulver
125 ml Mineralwasser

für die Creme:
500 g Mandarinen, filetiert (alternativ: 3 kleine Dosen Mandarinen)
500 ml Schlagobers
2 Pkg. Sahnesteif
250 g Crème fraîche
250 g Sauerrahm
2 EL Zucker

für die Deko:
300 g Mandarinenfiletiert (alternativ: 2 kleine Dosen Mandarinen)

Backtemperatur: 190 °C Ober- und Unterhitze
Backzeit: 30 MIN

Mandarinenkuchen. Foto: Peter Felbert

Eier mit Zucker schaumig rühren, Öl langsam einrühren und flaumig aufschlagen. Backpulver zum Mehl geben und sieben, dann unter die Eimasse heben. Am Schluss so viel Mineralwasser einrühren, dass ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich gut aufstreichen lässt. Backblech mit Backpapier belegen und die Masse aufstreichen. Bei 190 °C 30 Minuten backen. Den Kuchenboden auskühlen lassen.

Schlagobers mit Sahnesteif aufschlagen. Crème fraîche, Sauerrahm und Zucker verrühren, Schlagobers unterheben. Creme mit den Mandarinen vermischen. Creme auf den Kuchenboden aufstreichen.

Die restlichen Mandarinen auf der Creme verteilen.


Ruck, zuck zubereitet: Rezeptideen für Spontanbesuche

Manchmal hat man es einfach eilig und möchte in kurzer Zeit einen Kuchen zaubern: Liebe Bekannte haben sich kurzfristig zum Besuch angekündigt, die Lehrerin hat um einen Kuchen für das Schulfest gebeten oder die Party bei Freunden verlangt nach einer Nachspeise für viele Personen. Kein Grund zur Aufregung, denn mit den Blechkuchenrezepten, die Christina und Heidi zusammengestellt haben, gelingt der gewünschte Kuchen nicht nur ganz leicht, sondern auch besonders schnell. Schon mit wenigen Zutaten und geringem Zeitaufwand lassen sich herrliche Butter- oder Schokoladencremes zubereiten, und aus einem unscheinbaren Blechkuchen entsteht ein süßes Kuchenstück, das sich sehen lassen kann. Blitzschnell wird zum Beispiel mit einer Nussbuttercreme aus einem luftig-lockeren Biskuitboden ein Festtagskuchen.

Mmmh! Sesamriegel sind am Blech blitzschnell zubereitet. Foto: Peter Felbert.

Wunderschöne kleine Küchlein für große Feste

Apropos Festtag: Blechkuchen eignen sich wunderbar zum Herstellen von kleinen Törtchen, so genannten Petit Fours, die auf jedem Fest und insbesondere auf Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagsfeiern gern gesehen sind und noch lieber vernascht werden. Um ein abwechslungsreiches Kuchenbuffet für einen festlichen Anlass vorzubereiten, nehmen Heidi und Christina von den Kuchen jeweils die Hälfte der angegebenen Mengen im Rezept und backen zwei unterschiedliche Kuchenböden gleichzeitig. So spart man sich Zeit und hat viele Minikuchen für jeden Geschmack. Der Kreativität beim Verzieren sind dann keine Grenzen mehr gesetzt: geschlagenes Obers, Topfen- oder Schokocremes eignen sich hervorragend als Topping. Und zum Dekorieren passen wunderbar essbare Blüten, Schokobohnen, gehackte Pistazien, Haselnusskrokant, Dekoherzen, frische Früchte, in Schokolade getunkte Biskottenstücke und Nüsse aller Art.

Blechkuchenrezepte und Backtipps für jeden Geschmack – perfekt für jedes Fest! Foto: Peter Felbert.

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