Gärtnern entspannt? Gärtnern ist mein Meditieren!

Ja wirklich. Klingt zu gut, um wahr zu sein: aber kein Spa-Bereich der Welt kann mit meinem Garten mithalten. Gut, gegen eine kräftige Massage oder ein duftendes Bad habe ich nichts einzuwenden. Aber wenn ich draußen arbeite, meine Pflanzen setze, dem Gemüse beim Wachsen zusehe oder herrlich frische Kräuter aus dem Beet nasche, dann bin ich sicher: Ich möchte nirgends lieber sein als hier. Und genau deshalb habe ich mich auf Anhieb in das Buch „Wühl dich glücklich“ von Andrea Heistinger verliebt: Sie hat sich damit nicht nur in mein Lektorinnenherz geschrieben, sie spricht mir aus der Gärtnerseele!

 

Egal ob man sich gerade so richtig auspowert oder die Stille genießt: gärtnern tut gut! © Rupert Pessl

Probier’s mal mit … Zucchiniyoga!

Man muss zwar nicht unbedingt mit dem Gemüse am Kopf im Schneidersitz verharren (wobei ich das ganz ernsthaft empfehlen kann), aber Andrea Heistinger zeigt: Ein bisschen mehr Gelassenheit im Garten kann keinesfalls schaden. Und auch: alles ist Teil eines natürlichen Kreislaufs. Wenn sich eine Kultur mal nicht gut entwickelt, kommt sie auf den Kompost und wird dort zum Superfood für andere Pflanzen. Wenn „Unkräuter“ (Achtung: auch im Garten kann es politisch unkorrekt zugehen), wie die Brennnessel, unser Beet überwuchern, dann wird geerntet und Brennnesseltee gekocht. Der hilft dem eigenen Wohlbefinden ganz sicher. Und macht sich auch hervorragend im Wurmkompostdünger (Du hast noch keine Wurmkompostkiste? Kein Problem, wie man so eine selbst baut, erfährst du im Buch).

Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen für (fast) jeden Lebensentwurf

Viele scheuen sich davor, ein Beet anzulegen, weil es an Zeit mangelt. Dabei ist es doch so: Für jeden Alltag ist ein Gemüse gewachsen. Das stimmt wirklich. Egal, ob du viel (Bauerngarten für die Selbstversorgung) oder wenig (Topfkräuter fürs Fensterbrett) Platz hast, ob deine Woche mehrere Stunden unter freiem Himmel oder eher kurze Zur-Ruhe-kommen-Momente bietet, ob du gerne so richtig anpackst (ein Tomatendach bauen vielleicht?) oder lieber gemütlich in der Hängematte schläfst (Lust auf ein Bett im Garten?) – mit den Themenbeeten und Pflanzenportraits in „Wühl dich glücklich“ steht dem individuellen Zusammenstellen nichts mehr im Weg.

Denn eines ist sicher: Ein Garten ist immer etwas ganz Persönliches: für Anfängerinnen, Gärtner mit Kindern, Jeden-Tag-satt-Anbauerinnen, Teeliebhaber, Weltentdeckerinnen …

Versteckspielen auf ganz neuem Level: gut getarnt als Kohlkopf. © Rupert Pessl

Ein Biogarten tut gut – und in biologisch einwandfreier Erde zu wühlen erst recht

Was bedeutet eigentlich biologisch zu gärtnern? Wer neugierig ist und die Grundlagen kennenlernen will, liegt mit diesem Buch genau richtig. Und ich finde es einfach schön, wie selbstverständlich und locker Andrea Heistinger Arbeiten im Garten erklärt: ein Beet anlegen (Aus Rasen ein Gemüsebeet machen? Am Hügel eines anlegen? Oder ein Rahmenbeet für Sofortlosstarter?), Gemüse düngen (Welche Pflanzen brauchen viel und welche wenig Stärkung?), das Beet pflegen (vom Mulchen und Lockern), richtig gießen (ja, nicht alle Pflanzen mögen es gerne nass), Mischkultur betreiben (welche Gemüse oder Kräuter ergeben ein „perfect match“?), eine Jungpflanzenanzucht starten und Nützlinge willkommen heißen.

 

Das Beet belohnt uns mit einem vollen Erntekorb: zum Freuen, Verkosten, Teilen! © Rupert Pessl

Tomatenfreak? Beerenverehrerin? Wintergärtner? Entdecke dich und deinen Garten neu!

Allergisch auf Äpfel? Bevor man diesen süß-sauren Obstgenuss komplett aus seinem Leben verbannt, kann man es mit alten Apfelsorten versuchen. Die sind nämlich besser verträglich. Du willst noch mehr solcher Tipps und Tricks? Oder möchtest du endlich deinen Traum vom eigenen Tomatenparadies verwirklichen (ein eigenes Kapitel nur für Tomaten – ja, da staunt man nicht schlecht)? Oder wissen, welches Gemüse, den Winter liebt (und auch bis zur Ernte überlebt)? Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Neues man lernen kann, wie viel es zu erleben und zu entdecken gibt. Lass auch du dich dazu inspirieren, dir einen Garten zu schaffen, der genau für dich gemacht ist. Und vor allem dazu, altbekannte Dinge mal wieder ganz anders zu sehen. Mit viel Humor und Feingefühl hat Andrea Heistinger einen Gartenratgeber verfasst, der dich genau dazu veranlasst.

 

 

 

Viel Spaß beim Lesen, Planen, Ausprobieren, Scheitern, Wühlen, Ernten und Genießen mit „Wühl dich glücklich„!

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Das Gemüse wächst in den Himmel! Und ich schau ihm lächelnd dabei zu.

Schon cool, diese Pflänzchen: Schön eingerahmt in einem schmucken Hochbeet entwickeln sie vergnügt und unbeschwert Blatt für Blatt, knallbunte, knackig-reife Früchte und Geschmäcker zum Niederknien. Ich liebe es! Und ich liebe das neue Buch von Doris Kampas „Das unglaubliche Hochbeet“. Aus Gründen! Die wichtigsten 5 findet ihr hier:

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Wie Kraut und Blume auch bei mir ein Zuhause fanden – und ich in ihnen eine Leidenschaft

Schon früh stand fest: Das Gärtnern liegt mir nicht. Und von dieser Meinung konnte mich weder der (inzwischen eingegangene) Kaktus, den mir eine Freundin schenkte, noch der üppige Gemüsebalkon meiner Mutter abbringen. Ganz im Gegenteil, der Balkon schien mir so viel Arbeit zu sein, und den Kaktus bekam ich liebevoll überreicht mit der Begründung: „Da, für dich, diese Pflanzen sterben auch bei dir nicht, denn sie sind ganz pflegeleicht“.

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Wie ein to go Kochbuch mein Leben verändert hat … oder zumindest meine Mittagspause!

Gemüse to go kann mehr, als Gemüsesticks mit Dip. Zugegeben, als ich den Titel des Buches zum ersten Mal gehört habe, dachte ich wirklich an Rohkost. An Gurken- und Karotten-Sticks mit Humus, um genau zu sein.

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