KATEGORIE: Backen & Kochen | 18.02.2020 | aktualisiert: 17.09.2020

Krapfen selber machen mit Christina

Puderzucker auf der Nase, Konfitüre auf den Lippen und den Mund so voll, dass man kein Wort mehr sprechen kann – gut, leidenschaftlich in einen Krapfen zu beißen, ist vielleicht nicht wirklich ansehnlich, dafür aber umso himmlischer. Und: Es macht verdammt glücklich. Vor allem dann, wenn der Krapfen nicht aus dem Supermarkt, sondern aus der eigenen Küche kommt. Wenn du den Hefeteig selbst zubereitet und geknetet hast, die Krapfen selbst gebacken, sie eigenhändig mit Konfitüre gefüllt und zum Schluss mit Zucker bestreut hast … Mit Christinas Rezept kannst du ganz einfach deine Krapfen selber machen – ein Geschmack zum Ausflippen! 

Los, ihr (Faschings-)Narren, ran an den Teig!

Für 22 Faschingskrapfen brauchst du:

Teig:

  • 250 g Milch
  • 1 ganzes Ei
  • 2 Eigelb
  • 50 g Puderzucker
  • 20 g Rum
  • 40 g frische Hefe
  • 500 g Weizenmehl
  • 6 g Salz
  • 60 g zimmerwarme Butter
  • 1 l Öl oder Butterschmalz zum Backen (je nach Größe der Pfanne)

Füllung:

250 g Aprikosenkonfitüre (am besten fein passiert)

Und:

Puderzucker zum Bestreuen

So zauberst du deine Krapfen:

  • Milch, Ei, Eigelb, Puderzucker, Rum und Hefe in eine Schüssel geben und verrühren. Anschließend gleich Mehl, Salz und Butter dazugeben und alles gemeinsam zu einem weichen Hefeteig verarbeiten. Den fertigen Teig ca. 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  • Den Teig in 50-g-Stücke aufteilen.
  • Die einzelnen Teile zu Kugeln schleifen, mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt ca. 10 Minuten rasten lassen.
  • Die Kugeln mit einem Brett flachdrücken (damit sie nur mehr ca. 1 cm hoch sind) und nochmals 20 Minuten zugedeckt rasten lassen.
1. Teig aufteilen, zu Kugeln formen, mit Mehl bestäuben, zugedeckt 10 Minuten rasten lassen. 2./3./4. Mit einem Brett flachdrücken, 20 Minuten zugedeckt rasten lassen. Fotos: © Nadja Hudovernik
1. Teig aufteilen, zu Kugeln formen, mit Mehl bestäuben, zugedeckt 10 Minuten rasten lassen. 2./3./4. Mit einem Brett flachdrücken, 20 Minuten zugedeckt rasten lassen. Fotos: © Nadja Hudovernik
  • In der Zwischenzeit in einer Pfanne Öl oder Butterschmalz auf ca. 160 °C erhitzen.
  • Die Aprikosenkonfitüre zum Füllen vorbereiten: Dazu wird die Konfitüre in einem Topf etwas erhitzt und anschließend in einen Dressiersack mit Spitztülle gefüllt.
  • Die einzelnen Teigstücke mit der Oberseite nach unten in das heiße Fett legen und zugedeckt 3 Minuten backen. Anschließend wenden und nochmals 3 Minuten ohne Deckel fertig backen.
  • Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen.
  • Anschließend die noch warmen Krapfen mit der warmen Konfitüre füllen und mit Puderzucker bestreuen – fertig!
1. Teigstücke mit der Oberseite nach unten zugedeckt drei Minuten im heißen Fett backen. 2. Wenden, nochmals drei Minuten ohne Deckel backen. 3. Herausnehmen und abtropfen lassen. 4. Mit Konfitüre befüllen und mit Puderzucker bestreuen. Fotos: © Nadja Hudovernik.
1. Teigstücke mit der Oberseite nach unten zugedeckt drei Minuten im heißen Fett backen. 2. Wenden, nochmals drei Minuten ohne Deckel backen. 3. Herausnehmen und abtropfen lassen. 4. Mit Konfitüre befüllen und mit Puderzucker bestreuen. Fotos: ©

Christinas Krapfen-Einmaleins

Pfanne oder Fritteuse, Rapsöl oder Butterschmalz? Wie schaffst du es, dass deine Faschingskrapfen herrlich fluffig und unglaublich köstlich werdenChristina verrät dir ihre Tipps und Tricks – So gelingt es dir garantiert, Krapfen selber zu machen!

Die richtige Pfanne

„Verwende eine Pfanne aus Edelstahl oder Gusseisen, da diese die Wärme am besten speichert. Eine Fritteuse hat den Vorteil, dass die korrekte Ausbacktemperatur genau eingestellt werden kann. Allerdings benötigst du dann wesentlich mehr Fett als in der Pfanne.“

Das richtige Fett

„Zum Ausbacken darfst du nur hitzebe­ständige Fette verwendet. Ein Maß dafür ist der Rauchpunkt – je höher der Rauchpunkt, desto hitzebe­ständiger ist das Fett. Der Rauchpunkt des Fetts, mit dem du deine Krapfen ausbacken willst, soll mindestens 190 °C betragen.“

Fette und ihr Rauchpunkt

  • Rapsöl: 220 °C
  • Raffiniertes Sonnenblumenöl: 210–225 °C
  • Butterschmalz: 210 °C
  • Kokosfett: 200 °C
  • Pflanzenfett: 200 °C
  • Butter: 175 °C

Die richtige Temperatur zum Ausbacken

„Ganz wichtig: Die richtige Temperatur trägt sehr viel zum Gelingen deiner Faschingskrapfen bei. Die Idealtemperatur zum Ausbacken beträgt 160 °C. Überprüfe sie unbedingt immer wieder mit einem Thermometer. Fällt die Temperatur unter 150 °C, dauert der Garvorgang zu lange, der Krapfen nimmt zu viel Fett auf und wird daher nicht knusprig. Steigt die Temperatur über 190 °C, bildet sich außen zu schnell eine harte Kruste und der Krapfen kann innen nicht mehr richtig garen.“

Tipps für ein schönes „Randl“

„Ein Randl erhältst du u. a. durch die richtige Backtemperatur und die ideale Menge Fett in der Pfanne. Rum gibt dem Krapfen nicht nur ein abgerundetes Aroma, der Alkohol sorgt auch dafür, dass der Krapfen im Fett schwimmt, sich die Poren des Teiges schneller verschließen und der Krapfen nicht zu viel Fett aufnimmt.“

Du siehst: Krapfen selber machen geht ganz einfach! Lust auf mehr unkomplizierte, gelingsichere Rezepte? Wie wäre es mit: knusprigem Bauernbrot, pikanten Käse-Schinken-Stangerl oder süßen Nussstollen? Diese und viele weitere Rezepte findest du in Christina Bauers „Backen mit Christina“. Reinschauen, nachbacken, freuen! 

  • die 50 besten Blitzrezepte zum schnellen Selberbacken
  • alle Grundlagen zum Backen: ohne Schnickschnack und viel Drumherum erklärt
  • die wichtigsten Handgriffe sind mit Schritt-für-Schritt-Fotos bebildert
  • Gelingen garantiert, auch für ungeübte BäckerInnen: jedes Rezept wurde vielfach in Backkursen erprobt

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