Tipps und Tricks zum Wassersparen: So verliert der Boden weniger Feuchtigkeit!

Egal ob Urban Gardener, Zier- oder Gemüsegärtner: Jede Art von Anbau schluckt Massen an Wasser. Dabei könnt ihr durch einfache Tricks euren Wasserverbrauch um ein Vielfaches reduzieren – und das ganz ohne großen Aufwand. Wir zeigen euch, wie ein gesunder Boden und kräftige Pflanzen auch ohne Wasserverschwendung möglich sind.

 

Unbenannt1

Das Leben unter der Erde ist eine wichtige Grundlage für kräftige Pflanzen. Foto: Paula Polak

Umstechen unterlassen und das Bodenleben schützen

Nachdem ihr euren Gemüsegarten angelegt und den Boden durch die bereits beschriebenen Maßnahmen aufbereitet habt, solltet ihr versuchen, das entstehende Bodenleben möglichst wenig zu stören. Dies bedeutet vor allem eines: Vergesst das Umstechen!

Das meiste Leben spielt sich im Boden in den obersten 5 –10 cm ab. Wenn ihr (vielleicht sogar mehrmals) jährlich eurem Gemüsegarten in eine Tiefe von bis zu 30 cm umgrabt (wie es in der konventionellen Landwirtschaft leider noch immer häufig gemacht wird), schädigt ihr das aufgebaute Bodenleben nachhaltig!

 

Unbenannt

Auch Sägespäne sind eine gute Abdeckungsmöglichkeit für euren Anbau. Foto: Paula Polak

Die Überwucherung durch Beikräuter ökologisch und mühelos verhindern

Wie könnt ihr nun aber verhindern, dass euer Gemüsegarten im Laufe der Zeit wieder von Beikräutern überwuchert wird, ohne die Flächen über den Winter brachliegen zu lassen oder jedes Frühjahr die gesamte Fläche umzugraben? Da gibt es eine einfache Lösung: die Abdeckmethode! Dabei wird meist Karton verwendet, um zu verhindern, dass Sonnenlicht auf den Erdboden trifft. Durch diese Maßnahme wird selbst noch das hartnäckigste Beikräuter-Wurzelwerk abgetötet. Dazu gehören Brennnessel, Quecke, Hahnenfuß, und andere Pflanzen, die sich durch Wurzeln bildende Ausläufer vermehren. Zusätzlich wird das Aufkeimen von noch im Boden vorhandenen Saatgut verhindert. Am besten sollte man braunen, unbedruckten Karton verwenden. Diese Methode ist so wirksam, dass sie sogar von Biogemüsebauern auf Flächen von mehreren Hundert Quadratmetern angewandt wird! Auch dies spricht für die Unbedenklichkeit von braunem Karton.

Als Alternative zu Karton könnt ihr auch eine alte Lkw-Plane verwenden – da diese sehr widerstandsfähig und lange haltbar ist, ist dies eine gute Möglichkeit, um solche Planen wieder zu verwenden. Bedenkt jedoch, dass dann die Pflanzlöcher von vornherein so groß ausgeschnitten werden müssen, dass die Folie später einmal leicht entfernt werden kann, ohne dabei die bereits herangewachsenen Gemüsepflanzen zu verletzen.

 

Den Boden nie offen und ungeschützt lassen

Achtet – unabhängig davon, ob es sich um einen Gemüsegarten oder ein Hochbeet auf einer Terrasse handelt – darauf, dass gerade nicht verwendete Flächen niemals leer stehen, auch nicht über Herbst und Winter, wenn alles bereits abgeerntet ist. Denn die Wenigsten sind sich dessen bewusst: Wind trocknet den Boden wesentlich schneller aus als Hitze!

Verschiedene  Methoden, wie ihr den Boden vor Erosion und Austrocknung schützen könnt:

  • Entweder ihr bedeckt die offenen Flächen wann immer nötig mit Karton, Lkw-Planen, Stroh oder Sägespänen.
  • Ihr könnt auf leeren Flächen jedoch auch gezielt Gründüngungspflanzen ansäen und so die Bodendecke schließen.
  • Eine einfache und naturnahe Alternative ist der Bewuchs mit bestimmten Beikräutern. Zwar müsst ihr im nächsten Jahr diese Pflanzen dann wieder entfernen, doch in der Zwischenzeit verbessern sie die vorhandene Bodenqualität.

 

2625-polak_wasser_U1-161125.indd

Lernt verantwortungs-bewusst mit Wasser umzugehen:  „Handbuch Wasser im Garten“.

In ihrem Buch „Handbuch Wasser im Garten“ erklärt Paula Polak einfache und ökologische Methoden des ressourcenschonenden Gärtnerns und zeigt den verantwortungsvollen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser im Garten. Hier lernt ihr wie ihr, Wasser gewinnt, bewahrt und spart und andererseits nachhaltige Teiche, Naturpools und Biotope selbst planen und gestalten könnt.