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Die Verwendung von Brennnesseln
Janina
BEITRAGSAUTORIN: Janina | KATEGORIE: Natürlich & nachhaltig leben | 16.05.2024

Die Verwendung von Brennnesseln und was sie alles können

Die Brennnessel – eine Pflanze, die oft unterschätzt wird, aber doch so viel zu bieten hat. Mit ihren brennenden Härchen und gezackten Blättern mag sie auf den ersten Blick abschreckend wirken, aber bei genauerer Betrachtung entpuppt sie sich als eine der vielseitigsten Pflanzen der Natur. Hier zeigen wir dir, wofür du die Brennnessel verwenden kannst, und was sie sonst so alles draufhat. Von der richtigen Ernte, ihren Superhelden-Eigenschaften über die Vorteile für Natur, Tier und Mensch bis hin zur Verwendung für Textilien ist alles dabei. Und auch richtig praktisch: Wir zeigen dir wie du aus Brennnesseln deine eigene Feuchtigkeitscreme herstellen kannst, einen gesunden Superbooster-Brennnessel-Smoothie oder eine köstliche Brennnesselsuppe zubereitest. Ganz nach dem Motto: von der Natur, auf den Tisch!

Inhalt:
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Die Brennnessel im Portrait
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Vorteile der Brennnessel für Tiere und Natur
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Vorteile der Brennnessel für die Gesundheit
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Verwendung von Brennnesseln in der Textilherstellung
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Urlaub für die Haut - Brennnessel-Feuchtigkeitscreme
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Frisch gepflückt und ab ins Glas: Brennnessel-Smoothie
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Schnelle Brennnesselsuppe à la Blatt & Dorn

Die Brennnessel im Portrait

Die Brennnessel im Portrait
Die Brennnessel im Portrait

Vorteile der Brennnessel für Tiere und Natur

Die Brennnessel spielt eine bedeutende Rolle im Ökosystem: Sie bietet zahlreichen Insekten wie Schmetterlingen, Bienen und Käfern eine wichtige Nahrungsquelle, da ihre Blüten reich an Nektar sind. Besonders in Zeiten, in denen viele andere Blütenpflanzen noch nicht oder nicht mehr blühen, können sich Insekten an den Blüten der Brennnessel laben. Darüber hinaus dient die Brennnessel als Lebensraum für verschiedene Insektenarten während ihrer Larvenphase. Vögel wie der Girlitz und der Grünling nutzen die Brennnesselsamen als Nahrungsquelle. Zudem hat die Brennnessel eine positive Wirkung auf den Boden: Als sogenannter Stickstoffanzeiger nimmt sie überschüssigen Stickstoff aus dem Boden auf und trägt so zur Bodenverbesserung bei. Damit ist die Brennnessel nicht nur für die Tierwelt, sondern auch für die Natur insgesamt von großem Nutzen und unverzichtbar.

Vorteile der Brennnessel für die Gesundheit

Die Brennnessel ist nicht nur eine Bereicherung für unsere Umwelt, sondern auch für die menschliche Gesundheit hat die Verwendung von Brennnesseln viele Vorteile. Ihre Blätter enthalten eine Fülle an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin C, Eisen, Kalzium und Magnesium und auch die Brennnesselsamen sind voll davon. Diese Nährstoffe machen sie zu einer echten Superfood-Pflanze. Ihre harntreibende Wirkung unterstützt die Entgiftung des Körpers und fördert die Durchspülung der Nieren. Darüber hinaus wird der Brennnessel eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Ob als Tee, Extrakt, Tinktur oder in der Küche als Brennnessel-Smoothie, im Salat oder Brennnesselsuppe – ihre Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Warum brennt die Brennnessel?

Die Brennhaare bestehen aus Röhren, die an der Spitze durch eingelagerte Kieselsäure spröde sind wie Glas. Unten in der Röhre befindet sich eine Flüssigkeit, die u.a. Histamin und Ameisensäure enthält. Berührst du die Brennnessel, bricht die spröde Spitze ab. Das Röhrchen ist dann scharf wie eine Nadel und sticht in die Haut. Daraufhin spritzt die Brennflüssigkeit in die Haut und verursacht dort einen brennenden Schmerz, Juckreiz und Quaddeln.

Brennnesseln
Gezackte Blätter und brennende Härchen Foto: © Löwenzahn Verlag/Angela Mair

Verwendung von Brennnesseln in der Textilherstellung

Und die Brennnessel verfügt noch über viel mehr positive Eigenschaften: Auch in der Textilherstellung findet sie Anwendung. Durch ihre langen und faserhaltigen Stängel zeichnet sie sich durch hohe Reißfestigkeit, Feuchtigkeitsaufnahme, Bauschfähigkeit und einen schönen Glanz aus. Die gewonnenen Fasern werden als Nesseln bezeichnet, und Stoffe aus Brennnesseln sind als „Nesselstoffe“ bekannt. Im Mittelalter war die Brennnessel europaweit als textiler Rohstoff verbreitet und wurde für verschiedene Erzeugnisse wie Segel und Fischernetze genutzt. Mit der Einführung der Baumwolle ging der Anbau der Brennnessel jedoch stark zurück. Heute erlebt der Nesselstoff als ökologische Alternative ein kleines Comeback, insbesondere in Deutschland, wo speziell gezüchtete Fasernesseln für die Fasergewinnung genutzt werden. Diese sind im Anbau unkompliziert, schnellwüchsig und widerstandsfähig, sodass sie weitgehend ohne chemische Hilfsmittel auskommen.

Brennnessel vor Holzwand
Hoch hinaus! Foto: © Löwenzahn Verlag/Gerda Holzmann

Brennnesseln ernten:

Bevor du dich an die Ernte machst, ist es wichtig, ein paar grundlegende Dinge zu beachten. Zum einen solltest du darauf achten, dass du die Pflanzen an einem Ort sammelst, der frei von Umweltverschmutzung ist. Also nicht etwa an stark befahrenen Straßen oder in der Nähe von Agrarbetrieben. Idealerweise suchst du nach Brennnesseln in naturnahen Gebieten wie Wäldern, Wiesen oder am Waldrand. Wenn du die Brennnesseln für die Küche erntest, solltest du darauf achten, nur die oberen jungen Triebe zu ernten, da diese besonders zart und nährstoffreich sind. Vermeide es, die Pflanzen komplett abzuschneiden, damit die Brennnessel weiterwachsen kann. Trage bei der Ernte am besten Handschuhe, um dich vor den brennenden Härchen zu schützen, und sei vorsichtig, um andere Pflanzen und Lebewesen nicht zu beschädigen. Mit diesen einfachen Tipps steht deiner Brennnessel-Ernte nichts mehr im Weg.

Urlaub für die Haut – Brennnessel-Feuchtigkeitscreme

Die Brennnesseln sind geerntet, über die Vorteile weißt du Bescheid und jetzt kommen wir zum Highlight: die Verwendung von Brennnesseln. Sei es in der Kosmetik oder in der Küche – die positiven Eingeschalten dieser grünen Superhelden-Pflanze lassen sich ganz unterschiedlich nutzen. Hier zeigen wir dir, wie du deine eigene Feuchtigkeitscreme herstellen kannst und zwei köstliche Brennnessel-Rezepte zubereitest:

Feuchtigkeitscreme

Zutaten:

  • 1 kleine Handvoll Brennnesselblätter
  • 50 g Öl
  • 50 g Bienenwachs
  • 50 g Milch

 

Zubereitung:

  1. Die Brennnesselblätter kleinschneiden.
  2. Das Öl und die Brennnesseln im Wasserbad erwärmen und 30 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen.
  3. Absieben, Bienenwachs hinzufügen und wieder über dem Wasserbad erwärmen, bis das Bienenwachs geschmolzen ist.
  4. Milch ebenfalls leicht erwärmen und alle Zutaten gemeinsam pürieren.
  5. Die Creme in Döschen abfüllen und auskühlen lassen.
  6. Im Kühlschrank bis zu 2 Wochen haltbar.
Brennnesselblätter
Brennnesseln für die Haut? Geht! Foto: © Löwenzahn Verlag/Zoe Opratko

Frisch gepflückt und ab ins Glas: Brennnessel-Smoothie

Zutaten für 1 Glas à 250 ml:

  • 1 Handvoll frischer Brennnesselblätter
  • 1/2 Apfel (oder wahlweise anderes Obst)
  • 2 Datteln
  • 250 ml Haferdrink
  • 1 Stückchen Ingwer
  • 1 EL Sonnenblumenkerne

 

Zubereitung:

Die Wildkräuter waschen und trocken tupfen. Den halben Apfel in kleine Stücke schneiden, Datteln entkernen und mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmixen. Neben der wunderbaren Brennnessel eignen sich auch Wildkräuter wie Löwenzahn, Labkraut, Spitzwegerich und Gänseblümchen für Smoothies. Gartenkräuter wie Melisse, Rosmarin, Basilikum und Minze sind ebenso willkommen.

Schnelle Brennnesselsuppe à la Blatt & Dorn

Brennnesselsuppe
Fix fertig und schmeckt! Foto: © Löwenzahn Verlag / Alice Hönigschmid

Zutaten für 2–3 Portionen:

  • 5 Handvoll Brennnesselblätter
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Handvoll Suppengrün
  • 1 EL Öl
  • 2 große Kartoffeln
  • 1 l Wasser
  • Liebstöckel, Petersilie oder Giersch zum Würzen

 

Zubereitung:

Nach dem Sammeln die Brennnessel erst einmal gut waschen, abtrocknen und klein schneiden. Die Zwiebel und das Suppengrün ebenfalls klein schneiden und kurz in Öl anbraten. Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und ebenfalls kurz mitbraten. Dann wird das Ganze mit ca. 1 Liter Wasser aufgegossen und so lange gekocht, bis die Kartoffeln weich sind. Dann werden die klein geschnittenen Brennnesseln, etwas Liebstöckel und Petersilie oder Giersch noch 5 Minuten mitgekocht, die Suppe abgeschmeckt und pürieren – voilà, schon hast du ein geschmacksbombastisches Mittagessen.

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