Das Gemüse wächst in den Himmel! Und ich schau ihm lächelnd dabei zu.

Schon cool, diese Pflänzchen: Schön eingerahmt in einem schmucken Hochbeet entwickeln sie vergnügt und unbeschwert Blatt für Blatt, knallbunte, knackig-reife Früchte und Geschmäcker zum Niederknien. Ich liebe es! Und ich liebe das neue Buch von Doris Kampas „Das unglaubliche Hochbeet“. Aus Gründen!

Die wichtigsten 5 findet ihr hier:

1 | Das Gartenlaub hat endlich (!) seine wahre Bestimmung gefunden.

Klar, die Igel  feiern es. Und sie brauchen ein Zuhause. Sollen sie haben, aber den lieben Tierchen reicht eine kleinere Wohnung ja völlig aus. Wohin also im Herbst mit dem ganzen Laub? Und vor allem: Wie die Nachbarn davon abhalten, die unsäglichen Laubbläser in Gang zu setzen? Heuer: Alles anders!

Das Laub ist nämlich schnurstracks ins Paletten-Hochbeet* gewandert. Doris Kampas beschreibt ganz genau, wie das Hochbeet im Herbst befüllt wird, damit im Frühling das Gemüse darin förmlich explodiert. Das Beste: So ein Hochbeet schluckt ziemliche Mengen von dem, was der Herbst im Garten ohnehin großzügigerweise abzugeben hat. 

2 | *Ich bin zur Heimwerkerkönigin mutiert. Ja, wirklich!

*Das Paletten-Hochbeet … In 7 Schritten ist es gebaut, schreibt Doris Kampas. Muss ich ausprobieren, hab ich mir gedacht. Pass auf deine Finger auf, hat mein Mann gewarnt. Haha! Was für ein Hochgefühl, als das fixfertige, selbstgezimmerte Hochbeet dann vor mir gestanden ist. So viel Stolz, so viel Freude! Es tut einfach gut, etwas mit den Händen zu machen! Vor allem, wenn im Ergebnis dann Pizza-Pasta-Zutaten wachsen. Und es abends auf der Terrasse heißt: buon appetito! Das Sugo mit den von sonnengereiftem Aroma nur so strotzenden Tomaten – unvergleichlich!

So viel Stolz, so viel Freude! Mein erstes selbsgemachtes Hochbeet in nur 7 Schritten.

3 | Beim Gärtnern bin ich gern etwas zurückhaltend.

Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg!

Ein nettes Wort für ein bisschen faul, schon klar. Ein Hochbeet zu bepflanzen, ist gärtnern im Chill-Modus: Weil man im Liegestuhl die Sonne genießen kann und einem dabei die Erdbeeren quasi wie verrückt in den Mund wachsen. Die lieben Pflänzchen, die im Hochbeet fröhlich vor sich hin sprießen, brauchen mich nur 15 bis 30 Minuten pro Woche. Auch deshalb, weil Doris Kampas 7 Themenbeete mit Bepflanzungsvorschlägen zusammengestellt hat und das einfach flutscht. Die Ernte? Unglaublich! Auch weil …

4 | Schnecken und ich seit jeher keinen Match abgeben

Unkompliziert und umweltfreundlich: Hier kommst du nicht rein, liebe Schnecke!

… das Leben zu kurz ist, um sich seinen Salat von Schnecken wegfuttern lassen. Nur leider hab ich den Wettlauf gegen die kleinen Plagegeister früher zu oft verloren, als dass es meinem Garten-Ego gutgetan hätte. Jetzt, allerdings, lass ich sie ganz cool am längeren Brett sitzen – weil über die Schneckenkante und das Kupferband (Lieblingstipp!) trauen sich die kleinen, schleimigen Fresserchen nicht drüber. Ha!

5 | Ich liebe es, der Karotte ab und zu den Buckel runterzurutschen.

Und mit den supercoolen Illustrationen im Buch ist das zumindest gedanklich möglich. Sonst ist die Karotte aber ein verlässlicher Partner im Hochbeet. Sie kann mit vielen Gemüsen in ein Beet gesteckt werden, ohne dass es zu gröberen Komplikationen kommt. Damit das Grünzeug mir nicht mit einer Ich-mag-nicht-wachsen-Ausrede ums Eck biegt, konsultiere ich gern die übersichtliche Partnerbörse. Sehr romantisch, dieses Gekuschele im Hochbeet! Und im wahrsten Sinne des Wortes früchtebringend. 

Viel Spaß beim Rutschen, selber Entdecken und Bauen! Illustrationen: (c) Ruth Veres; Fotos: (c) Doris Kampas

Hochbeete haben die Gärten und Terrassen in Windeseile erobert, versprechen sie doch das, wovon jeder träumt: anbauen auf bequemer Höhe, viel Ernte und Schutz vor ungebetenen Gästen. Soweit die Theorie. Aber womit fängt man an und was braucht das Gemüse, damit es im magischen Mikroklima des Hochbeets üppig wächst? Doris Kampas sorgt dafür, dass du sofort loslegen kannst, und hat sieben spannende Themenbeete zusammengestellt, die alle Wünsche erfüllen: vom Around-the-World-Beet für Entdeckerinnen über das Den-ganzen-Winter-frisches-Gemüse-Hochbeet für Ganzjahres-Gärtner bis hin zum Kleine-Hände-Beet für Kinder.

Unser Buchtipp für alle, die hoch hinaus wollen: Das unglaubliche Hochbeet. Ernten bis zum Umfallen

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Wie ein to go Kochbuch mein Leben verändert hat … oder zumindest meine Mittagspause!

Gemüse to go kann mehr, als Gemüsesticks mit Dip. Zugegeben, als ich den Titel des Buches zum ersten Mal gehört habe, dachte ich wirklich an Rohkost. An Gurken- und Karotten-Sticks mit Humus, um genau zu sein.

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Gärtnern entspannt? Gärtnern ist mein Meditieren!

Ja wirklich. Klingt zu gut, um wahr zu sein: aber kein Spa-Bereich der Welt kann mit meinem Garten mithalten. Gut, gegen eine kräftige Massage oder ein duftendes Bad habe ich nichts einzuwenden. Aber wenn ich draußen arbeite, meine Pflanzen setze, dem Gemüse beim Wachsen zusehe oder herrlich frische Kräuter aus dem Beet nasche, dann bin ich sicher: Ich möchte nirgends lieber sein als hier. Und genau deshalb habe ich mich auf Anhieb in das Buch „Wühl dich glücklich“ von Andrea Heistinger verliebt: Sie hat sich damit nicht nur in mein Lektorinnenherz geschrieben, sie spricht mir aus der Gärtnerseele!

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Wie Kraut und Blume auch bei mir ein Zuhause fanden – und ich in ihnen eine Leidenschaft

Schon früh stand fest: Das Gärtnern liegt mir nicht. Und von dieser Meinung konnte mich weder der (inzwischen eingegangene) Kaktus, den mir eine Freundin schenkte, noch der üppige Gemüsebalkon meiner Mutter abbringen. Ganz im Gegenteil, der Balkon schien mir so viel Arbeit zu sein, und den Kaktus bekam ich liebevoll überreicht mit der Begründung: „Da, für dich, diese Pflanzen sterben auch bei dir nicht, denn sie sind ganz pflegeleicht“.

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