Anna Hofer (1765–1836) ist im Schlagschatten der Denkmäler ihres Mannes Andreas Hofer in Vergessenheit geraten. Vielleicht auch deshalb, weil die Frau und Schicksalsgefährtin des Freiheitskämpfers etwas gewagt hatte, was einer Frau nicht zustand: Selbstbehauptung. Auf erschütternde Weise zeigt ihr Leben, was es bedeutet, wenn Krieg über eine Familie hereinbricht. Wenn all das zerstört wird, was eine Frau und Mutter bewahren will. Als Gefährtin eines Anführers war ihr Los schwerer als das anderer „Kriegerfrauen“. Von seinem Triumph fiel kein Glanz auf sie. Seine schwärzeste Stunde – seine Verhaftung – hingegen teilte sie mit ihm. Doch bewies Anna Hofer auch noch über den Tod ihres Mannes hinaus beispiellosen Mut und feste Entschlossenheit.
Die Journalistin und Historikerin Jeannine Meighörner hat die Fragmente dieses mutigen Lebens zu einem packenden Porträt zusammengefügt. In eindringlichen Bildern zeichnet sie eine Welt voller Widersprüche: zwischen Volksfrömmigkeit und Aberglauben, Männlichkeitsritualen, zerbrochenem Heldentum und einer außergewöhnlichen Liebe.
Die Autorin:
Jeannine Meighörner, geboren 1963 in Germersheim/Rhein, lebt als Autorin in Innsbruck. Promotionsstudium der Germanistik, Medienwissenschaften, Geschichte und Amerikanistik in Heidelberg, Denver/Colorado und Konstanz. Erfahrungsstationen als Hörfunkjournalistin und Pressesprecherin in der Industrie. Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem: „Was ich als Frau dafür halte“. Sophie von La Roche. Deutschlands erste Bestsellerautorin (2006).
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ISBN: 978-3-7066-2439-8
Umfang: 196 Seiten,
gebunden mit Schutzumschlag
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